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Die Geschichte des Siedlervereins

Der Ursprung des Vereins "Eigenheimer Aying" geht auf das Jahr 1937 zurück. Die heutige Siedlung "Am Bergblick" wurde nach dem Reichsheimstätten Gesetz geplant und der erste Spatenstich für die zwölf Eigenheime am 7. September 1937 von Frau Elisabeth Stadler ausgeführt. Die Grundstücke dafür erwarben die Bauwilligen von der Kirchenverwaltung und dem Bauern Kaspar Springer. Der Quadratmeterpreis betrug 0,65 RM. Zum Vergleich sei erwähnt, dass damals eine Maß Bier 50 Pfennige und ein Zwei Pfund Wecken Brot 35 Pfennige kostete, heutzutage wären das Traumpreise. Die Siedler erbrachten beim Bau Eigenleistungen von bis zu 362 Stunden. Angesichts der Tatsache, dass damals die Samstage nicht dienstfrei waren, ist das sehr viel. Auf Grund des günstigen Wetters und der gemeinsamen Arbeit konnten bereits im Sommer 1938 sämtliche Häuser fertiggestellt und bezogen werden.
Alle Siedler mussten Mitglied bei der Oberbayerischen Heimstätten AG werden. Um aber auch einen günstigen Versicherungs und Rechtsschutz sowie eine Interessenvertretung zu bekommen wurden sie im Jahre 1939 Mitglied beim Bayer. Siedler und Eigenheimerverband. Das war die eigentliche Geburtsstunde unseres heutigen Vereins.
Der folgende Krieg brachte Not und Tod in die junge Gemeinschaft. Drei Männer kamen nicht mehr zurück, etliche wurden verwundet oder blieben bis 1948 in Kriegsgefangenschaft. Die ganze Last lag bei den Frauen. Sie versuchten mit Gartenbau und Kleintierhaltung wenigstens die größte materielle Not zu mildern. Der Verein war die ganzen Jahre über auf die zwölf Gründungsmitglieder beschränkt. Ab den Jahren 1948 bis 1950 kamen nach der Bebauung der Bahnhofstraße noch einige hinzu; trotzdem wurden es bis zum Jahr 1970 nicht mehr als 28. Von der Gründung im Jahre 1939 bis zu seinem Tod 1961 führte Georg Ostermaier sen. den Verein, H. Kiniger war als 2. Vorstand tätig. In den späteren Nachkriegsjahren war dann Emeram Renz als Kassier das Mädchen für alles.
Da der Verein wegen der geringen Mitgliederzahl nicht recht leben konnte, stellte E. Renz bei der Mitgliederversammlung im November 1970 den Antrag, den Verein entweder aufzulösen oder ihn auf die ganze damalige Gemeinde Peiß auszudehnen. Nach ausführlicher Diskussion wurde einstimmig beschlossen, den Verein auszudehnen und eine neue Vorstandschaft zu wählen. Als 1. Vorstand arbeitete A. Müller, als 2. Vorstand G. Ostermaier jun. sowie als Kassier weiterhin E. Renz. Der Jahresbeitrag wurde auf 24 Mark festgelegt und die Erarbeitung einer neuen Satzung beschlossen, die dann 1971 in Kraft trat.
Die Mitgliederzahl erhöhte sich dadurch bis zum Jahre 1977 auf 60. Durch die bessere finanzielle Situation wurden nach und nach Geräte angeschafft, die an die Mitglieder ausgeliehen werden. Trotz dieser Ausgaben betrug das Barvermögen 1978 schon 1730 Mark.
Im November 1978 wurde die Vorstandschaft komplett neu gewählt: als 1. Vorstand A. Gruber und als 2. Vorstand N. Mayer. Verstärkt wurde Mitgliederwerbung betrieben und auch dem geselligen Aspekt mehr Gewicht verliehen. 1976 fand das erste Grillfest beim Ayinger Bad statt, heute ist dies eine feste Einrichtung im Ortsleben. Mit mehreren Aktionen und Anträgen an den Gemeinderat wurde auf Anliegen und Sorgen der Hausbesitzer hingewiesen, was bei der Gemeindeverwaltung nicht immer große Freude auslöste. Als zweiter Jahreshöhepunkt neben dem Vereinsfest hat sich ein Ausflug der Siedler fest etabliert. Die Ziele reichten von der Seiseralm in Südtirol über den Bodensee bis zur Landesgartenschau in Würzburg.
Im März 1986 wechselte der Vorstand wieder komplett, offensichtlich hatte sich ein 8 Jahres Turnus eingespielt. Gewählt wurden Josef Lechner und Josef Karg als 1. bzw. 2. Vorstand. 1986 veranstaltete der Verein das nun schon traditionelle Grillfest zum ersten Mal in der Bergblicksiedlung als Straßenfest. Anlässlich des 50jährigen Vereinsjubiläums 1989 erreichte es einen Höhepunkt, von dem man noch lange schwärmte.
Im Mai 1990 kamen dann W. Fürsicht als 1. Vorstand und L. Katzmair als 2. Vorstand neu in die Vereinsführung. Der Mitgliederstand betrug im Jahr 1991 153 Hausbesitzer in den Ortsteilen Aying, Peiß und Dürrnhaar. Der Verein wurde von W. Fürsicht 12 Jahre lang als 1. Vorstand geleitet. In diesem Zeitraum ist die Mitgliederzahl auf 216 angestiegen und die Siedlerhütte zur Aufbewahrung der Gemeinschaftsgeräte in Eigenleistung der Mitglieder gebaut worden. W. Fürsicht hat sich am 20.3.2002 nicht mehr zur Wahl gestellt. Neugewählt wurde an diesem Tag H. Zuleger als 1. Vorstand und R. Demmel in seinem Amt als 2. Vorstand bestätigt. Der Kassenstand kann als sehr gut bezeichnet werden. Ziel ist es, möglichst viele Eigenheimer als Mitglieder zu gewinnen, um deren Interessen zu stärken und zu vertreten. Außerdem soll durch gemeinsame Veranstaltungen das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden. Wir glauben, nur so können die Herausforderungen, die durch verstärkten Siedlungsdruck, überregionale Einrichtungen und behördliche Auflagen, in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommen, gemeistert werden.